„Meine erste Millionen“, so erzählte er mir stolz am Thresen einer dieser Kultbars in irgendeiner größeren Stadt, „fand ich in meinem Herzen – ich musste es bloß öffnen.“
Seine rechte Hand ruhte, wie er so sprach, elegant auf seiner breiten Brust.
„Wow“, sagte ich fasziniert, „welch‘ tolle Leistung!“
Und er fuhr fort:
„Meine erste Milliarde wiederum, entdeckte ich in meinem Gehirn. Ich musste es lediglich freilegen.“
Er tippte dabei mehrmals sachte, doch überlegen, mit seinem Zeigefinger an seine Schläfe.
„Unglaublich“, entfuhr es mir bewundernd. Er hat es sich schwerlich verdient, gewiss.
Was aber soll ich sagen?
Heute bin ich tatsächlich selbst Billionär.
Die selbstbewusst vorgetragenen Finanztipps jenes Startup-Milliardären haben es mir ermöglicht.
Und doch war meine erste Billionen wohl ein echter Glücksgriff:
Ich entnahm sie seiner Lunge.


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