Ein Grabstein für Renard Volant
Ich mag nicht vergehen.
Und doch komme ich nicht umhin mir ab und an meinen Grabstein zu planen – pompös und verdichtet, wie meine Seele:
Ein steinerndes Buch, aufgerichtet.
Linkerseits gehalten von der Göttin Aphrodite, die um mich weint, meinen Tod beklagt.
Ihr gegenüber wacht Pallas Athene, ihr Speer kraftvoll erhoben, die Eule auf ihrem Schild.
Zuoberst, auf dem Rande des Buches, schläft mein Wappentier, der lederbeflügelte, schwarze Fuchs.
Jerichos Rose, verdorrt, doch stets lebendig, krönt sein entspannt darliegendes Haupt.
Das Symbol meines Glaubens, der unitarische Flammenkelch, ziert die Inschrift meines Buches, auf dem geschrieben steht:
„Renard Volant,
Licht vom Licht,
Geboren,
Gestorben,
Doch kehre ich wieder.“


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