Sie steht nackt in der Nacht.
Um sie gerum tobt der Regen, es gleißt ihr der Blitz,
es grollt tiefer Donner, wie in Rage gebracht,
ein Sturm biegt die Bäume, zwingt die Kronen zum Knicks.
Ein Mann ruft um Stütze.
Auch dieser steht draußen, verloren im Finster’n – und ebenso frei,
und fragte man sie, wovor sie bloß glaube, dass er sich noch fürchte –
kein Wort käm‘ ihr bei,
Und doch weiß sie Nütze.
Seine Haut glänzt im Mondlicht.
Ohne Schutz regt sie’s an,
und sie wünscht ihn zu retten, doch verführ’n will sie’n nicht –
oder doch beid‘ zusamm‘?
Sie öffnet die Augen und schaut drumherum.
Es ist warm und gemütlich.
Nächste Stunde bereits wird sie löhnen genüglich.
Dieser Pfand bringt sie um.


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